Eure Christiane 8-)
Das Thema ist ja auch ernst: Jesus unter Qualen für uns gestorben - damit wir nicht unsere eigene Schuld tragen müssen. Das könnten wir gar nicht. Wir dürfen frei ausgehen, und ein anderer bezahlt die Schuld - einer, der selbst ohne Sünde war. Darum ist Karfreitag auch ein *Feier*-Tag - weil Jesus mich mit diesem Tod freigekauft hat. Ich habe durch dieses Opfer freien Zugang zu Gott. Welch ein Geschenk!
Aber es sind gerade mal 22 g geworden! Und da habe ich doch nun wirklich lange dran gesessen (o. k., mit Unterbrechungen, aber immerhin). Ich hätte so auf das Doppelte geschätzt. Wie man sich doch täuschen kann. Wie lange man da für ein Garn für einen Pulli bräuchte, mag ich mir gar nicht ausdenken.
Beim nächsten Zwirnen werde ich auf jeden Fall mal die Tontopfmethode ausprobieren. Es ist wirklich nervig, die beiden Knäule auseinander zu halten. Insbesondere, wenn es gegen Ende geht, und die Knäule nicht mehr durch ihr Eigengewicht auf ihrem Platz gehalten werden, sondern in die Luft steigen, und die ganze Drehung weggeht.
Und die Kreuzspindel wird auch nicht mehr zum Zwirnen hergenommen. Das ist eindeutig nicht ihr Job. Das kann die Scheibenspindel viel besser.
Heute habe ich ein bisschen gestrickt in der Straßenbahn, als ich zu meiner Freundin fuhr. An den Schwiegervatersocken. Und bei meiner Freundin habe ich gesponnen. Die Kreuzspindel ist schon fast wieder voll. Dann könnte ich meine erste wirklich dünne Wolle zwirnen und anstricken. Ich bin schon ganz gespannt drauf.
Spinnen mag ich nicht in der Straßenbahn. Das ist mir zu aufwendig. Und ich glaube, da würden die Leute noch mehr glotzen. Ein Sockenstrickzeug ist Unterhaltung (für mich und meine Umwelt) genug. Außerdem hätte ich Angst, dass mir die Spindel hinfällt und alles dreckig wird. Nö, bin ich nicht wild drauf.
Meine Freundin war ganz fasziniert. Ich wunderte mich, dass sie das nicht kennt. Weil sie doch in so einer Rittergruppe ist. Ich habe ihr gesagt, dass früher *alle* Frauen gesponnen haben, auch die Reichen. Aber die machen mehr Ritterspiele und so.

Gestern fertig geworden. NoName-Sockenwolle von Globus, gestrickt mit Nadeln Nr. 3 in kraus rechts. Maschenanschlag 20 M.
Wie bürokratisch strickst du? Das heißt: zählst du die Reihen und wenn ja, mit welcher Methode? Oder misst du lieber nach? Oder hältst du's einfach an ein anderes Stück an? Oder bemühst du den Farbverlauf der Wolle? Erzähl doch mal ;-)
Aaalso, das kommt wirklich drauf an. Bei Streifen-Socken versuche ich, zwei gleiche hinzubekommen (Ausnahmen bestätigen die Regel). Da orientiere ich mich dann mehr am Muster als dass ich zähle. Ferse, Zwickel und Spitze werden gezählt. Die Fußlänge wird gemessen. Früher habe ich meist am Fuß gemessen, heute mache ich es, weil einfacher, mit dem cm-Maß. Der zweite Socken wird nach dem ersten gezählt, aber auch schon mal mit dem Maßband überprüft.
Bei Jaquard-, Norweger- oder Zopfmustern zählt man automatisch mit, das geht ja gar nicht anders. Ansonsten stricke ich gerne drauflos und probiere an der Person an. Damit ich die nicht zu sehr nerve, mache ich aber eine Maschenprobe, korrigiere die evtl. noch mal am Strickstück (das sieht dann nämlich oft wieder ganz anders aus). Dann wird evtl. noch ein bisschen 'rumgerechnet, um Mustersätze hinzubekommen, und dann zähle ich Reihen. Aber nur am Strickstück. Wenn es sehr viele sehr gleichförmige Reihen sind, markiere ich mir jede 20. oder jede 50., damit ich nicht jedes mal von vorne zählen muss. Ich messe zwischendurch auch gerne noch mal nach - entweder an der Person, oder mit Maßband, ob ich auch richtig gerechnet habe.
Ab und zu zähle ich auch mal nach, ob noch alle Maschen da und keine zuviel sind, das kommt aber auf das Muster drauf an, das ich stricke. Wenn ich da Fehler finde, und die nicht mehr zu korrigieren sind, dann stricke ich einfach an unauffälligen Stellen eine Masche zusammen bzw. nehme eine zu. Da es sich eh meist nur um eine Masche handelt, ist das nicht tragisch. Wenn ich eine Masche wirklich verloren habe, dann versuche ich, die hochzustricken.
Und so geht's (Zopf mit 2x2 M, links verkreuzt):
die ersten beiden Maschen (M1 und M2) wie zum Linksstricken abheben, dabei Faden hinter den Nadeln, die dritte und vierte Masche abstricken. Die abgestrickten Maschen wieder auf die Linke Nadel heben. M1 und M2 fallen lassen. Diese kippen nach vorn. Hinter der Arbeit M3 und M4 auf die rechte Nadel heben, M1 und M2 von vorne mit der linken Nadel aufnehmen und abstricken.
Hört sich vielleicht kompliziert an, aber macht es mal, ich glaube, ich kann es besser so. Ich habe sonst immer Schwierigkeiten, in die 3. und 4. Masche hineinzukommen, weil ich ziemlich fest stricke.
Und weiter habe ich mir vorgenommen, dass ich jetzt nach und nach meine Projekte abarbeite, und nur noch wenige Sachen gleichzeitig auf den Nadeln haben will: 1-2 Paar Socken, 1 Pulli, und ein weiteres Teil wie Schals und so. Sonst verliert man den Überblick, und außerdem gibt es dann immer Teile, die länger liegenbleiben. Ich will keine Ufos, nein, ich will nicht.

Ich hatte zuerst vor, eine Reihe von den kleineren Johannes-Kreuzen zu machen, aber die haben doch eine ziemliche Höhe und Breite. Da war ich mir nicht sicher, ob dann genug Platz auf dem Pulli dafür wäre. Die einfache Zickzacklinie mit Schlaufen ist es dann geworden. Da hat der Rapport nur 8 M breit ist, kann man das gut auf jede Pulligröße anpassen. Nach den Zunahmen hat der Rapport dann 12 M, so dass ich jetzt bei einer Runde 312 Maschen habe - puuuh. Dauert ganz schön lang, so eine Reihe. Den Rapport stricke ich 26 mal. Wenn also pro Rapport 2x zu verkreuzen ist, habe ich 52 Verkreuzungen pro Reihe. Etwa eine halbe Stunde brauche ich dann für eine Reihe, aber nur, wenn ich ungestört arbeiten kann und auch keine Fehler mache. Jedenfalls kann man nach einer Runde mit 26 Musteranfängen diese Starts/Enden auswendig.
Ich habe jetzt auch schon immer mehr Übung beim Verkreuzen ohne Zopfnadel. Es macht einfach Spaß. Trotzdem schätze ich die Zwischenrunden sehr. Es muss zwischendurch schon ein bisschen Entspannung sein. Ich habe es auch schon geschafft, die Muster beim Fernsehen zu stricken, aber dann bekomme ich natürlich nicht so viel vom Film mit. Außerdem muss ich doppelt aufpassen, dass ich keine Fehler mache. Und ohne Film geht es doch etwas schneller.
Zweimal musste ich auch schon ein paar Reihen zurückarbeiten. Naja, das kommt vor, und da ich ja noch nicht sehr viel mit Zöpfen etc. gestrickt habe, finde ich, dass ich relativ wenig Fehler gemacht habe. Es gab natürlich noch mehr Fehler, aber die ließen sich meist anders ausbügeln als durch zurückstricken...
Interessant ist, dass der Rippengrund optisch eine Reihe weniger wird, wenn man diese Anfänge strickt (also die Rippen, die verzopft werden, nicht durch das gesamte Strickstück reichen). Und man am Ende des Feldes nur noch eine Reihe links stricken muss, um zwei Rippen über dem Muster zu haben.
Worüber ich rede? Viking Patterns von Elsebeth Lavold. Ich glaube, das wird eines meiner Lieblingsbücher. Noch toller als Tudor Roses. Und zwar deshalb, weil es nicht nur Geschichte und ein paar Pullis gibt, sondern weil es viel mehr gibt: viele viele Muster, die man für eigene Pullis verwerten kann. Es ist gewissermaßen ein Baukastensystem. Es gibt Borten, es gibt Motive, es gibt Flächenmuster, einfach alles, was das Herz begehrt. Und dazu 14 Anleitungen für diverse Projekte, die meisten Pullis, davon etliche mit Mütze, ein Paar Socken, ein paar Handschuhe und ein Kissen.
Da ich selten einen bestimmten Pulli ganz genau nachstricke, also genau das richtige für mich.
Und ja, man braucht wirklich wenig Garn. Ich bin erst beim 3. Knäuel, und der Körper ist schon fast fertig (noch ca. 50 R). Gr. 134/140. Mal schauen wie weit ich heute noch komme.
Gestern beim Fernsehen habe ich dann gleich noch einen Fluddelschal angefangen. Ich weiß schon gar nicht mehr, wieviele ich jetzt schon gestrickt habe. Jedenfalls stehen noch drei an, mit dem, der jetzt in Arbeit ist. Diesmal einfarbig in bordeaux-rot.
Mal sehen, was ich heute noch so schaffe.
Zum Glück ist beim Zahnarzt alles gut gegangen, er hat den Zahn nochmal gerettet, und ich brauchte weder einen angebohrten Nerv zu ertragen, noch muss mein Portemonnaie eine Krone oder sowas bezahlen. Aber es war regelrecht ein Viertel weggebrochen, die Plombe war noch drin.
Darf ich mir jetzt den Wikinger-Knit-Along-Button auf die Seite stellen? Auch wenn ich jetzt erst angefangen habe?
Jedenfalls wäre mir die Zeit mit glatt rechts und Nadeln Nr. 3 doch sonst arg lang geworden. Durch die Raglanzunahmen konnte man das Projekt noch nicht mal beim Fernsehen verwenden - da sind mir immer die Raglan-Maschen verrutscht. Und jetzt waren die Reihen schon so lang, dass es dazwischen dann doch immer wieder langweilig wurde. Jetzt nicht mehr!
