Freitag, 16. April 2004
4 mal zusammenstricken pro Runde!
Das war mir doch etwas viel: Denn ich mag 2 zsstr nicht, und so habe ich mir überlegt, wie man auch diese Abnahme überzogen stricken kann (ich gehe von rechten Maschen aus):

1. M re, aber dabei den Faden holen, indem man erst *unter* dem Faden mit der Nadel durchtaucht und dann den Faden durchholt. Dann die nächste Masche wie zum linksstricken abheben. Mit der linken Nadel die zweite M der re N durch die erste ziehen, dann die gerade überzogene Masche wie zum linksstricken von der linken Nadel heben.

Klingt umständlich, ist es auch, bis man sich dran gewöhnt hat, aber wenn man so fest strickt wie ich, ist es allemal einfacher, als die Nadel in zwei nebeneinander liegende Maschen zu zwängen, um sie zusammenstricken zu können.

Von gertatter um 14:30h| 0 Kommentare |comment |Stricktechnik

 

Montag, 5. April 2004
Zopfmuster ohne Zopfnadel III
Ich habe jetzt noch eine andere Variante des Zopfens ohne Zopfnadel gefunden. Sie hat den Nachteil, dass man etwas öfter Maschen hin- und herschieben muss, und den Vorteil, dass man sich nicht in die 3. + 4. Masche hineinwürgen muss. Außerdem ist durch die Fadenführung etwas weniger Spannung auf den "fallengelassenen" Maschen, so dass weniger Maschen fallen.

Und so geht's (Zopf mit 2x2 M, links verkreuzt):

die ersten beiden Maschen (M1 und M2) wie zum Linksstricken abheben, dabei Faden hinter den Nadeln, die dritte und vierte Masche abstricken. Die abgestrickten Maschen wieder auf die Linke Nadel heben. M1 und M2 fallen lassen. Diese kippen nach vorn. Hinter der Arbeit M3 und M4 auf die rechte Nadel heben, M1 und M2 von vorne mit der linken Nadel aufnehmen und abstricken.

Hört sich vielleicht kompliziert an, aber macht es mal, ich glaube, ich kann es besser so. Ich habe sonst immer Schwierigkeiten, in die 3. und 4. Masche hineinzukommen, weil ich ziemlich fest stricke.

Von gertatter um 15:59h| 0 Kommentare |comment |Stricktechnik

 

Samstag, 3. April 2004
Das Wikingerbuch
ist einfach spitze. Jetzt, wo ich schon ein Muster davon gestrickt habe, verstehe ich die ganzen Anmerkungen zu den einzelnen Mustern viel besser. Und ich ziehe den Hut vor allen, die den Ragna in Angriff genommen haben. Denn da eine Reihe mit Verkreuzungen zu stricken, das ist ja richtig anstrengend.

Worüber ich rede? Viking Patterns von Elsebeth Lavold. Ich glaube, das wird eines meiner Lieblingsbücher. Noch toller als Tudor Roses. Und zwar deshalb, weil es nicht nur Geschichte und ein paar Pullis gibt, sondern weil es viel mehr gibt: viele viele Muster, die man für eigene Pullis verwerten kann. Es ist gewissermaßen ein Baukastensystem. Es gibt Borten, es gibt Motive, es gibt Flächenmuster, einfach alles, was das Herz begehrt. Und dazu 14 Anleitungen für diverse Projekte, die meisten Pullis, davon etliche mit Mütze, ein Paar Socken, ein paar Handschuhe und ein Kissen.
Da ich selten einen bestimmten Pulli ganz genau nachstricke, also genau das richtige für mich.

Von gertatter um 13:17h| 0 Kommentare |comment |Stricktechnik

 

Dienstag, 10. Februar 2004
Ich liebe Büroklammern
Nein, ich bin kein Büro-Artikel-Fetischist. Aber diese bunten Dinger, mit Kunststoff bezogen, sind doch beim Stricken als Markierungen arg nützlich. Immer zur Hand, und wenn mal eine verloren geht, auch egal. Und billiger als die Markierungsringe von Inox sind sie allemal.

Nicht nur beim Raglan die Raglanmaschen werden gekennzeichnet, sondern beim Rundstricken auch die Stellen, wo Vorder- und Rückteil zusammentreffen, oder beim Socken markiere ich Rundenzahlen damit (alle 10 Rd. wandert der Marker etwas höher). Oder die Stelle, wo beim Ärmel abgenommen wird. Und dann wieder als Rundenzähler.

Von gertatter um 19:01h| 0 Kommentare |comment |Stricktechnik

 

Samstag, 7. Februar 2004
Raglan aus Sockenwolle in 5 Stunden
Das geht natürlich nur für Barbie. Ich hätte am Donnerstag eigentlich 2 Leute da gehabt zum Handarbeiten, aber die haben abgesagt, und so konnte ich mich schon Nachmittags an den Raglan begeben. Mit dem Ergebnis, dass er kurz vor 11 Uhr abends fertig geworden ist (mit den nötigen Pausen zum Abendessen, Kinder und Mann knuddeln, etc). Ich habe
auf die Uhr geschaut, es waren insgesamt (mit allem Vernähen etc.) 5 Stunden, die ich gebraucht habe.

Ich bin wirklich sehr zufrieden, auch mit der Passform. *Aber* und
jetzt kommt's, ich habe nicht mit den richtigen Eingaben für den
Raglan-Rechner gearbeitet. Ich hatte bei der MaPro was falsches
eingegeben. Da Barbies Kopf durchpasste, dachte ich mir nix dabei. Nachdem ich aber durch das Forum meinen Fehler entdeckt hatte, korrigierte ich die Zahlen. Aber als ich dann die richtigen Zahlen eingegeben hatte, da waren einige der Maschenanzahlen 0. Wie soll das denn gehen, wenn man mindestens eine Masche für den Ausschnitt auf jeder Seite braucht? Ich denke, das sind alles Rundungsfehler, dann bei so kleinen Zahlen ist die Rechnerei schon kompliziert. Als ich dann einen etwas weiteren Halsumfang gewählt habe, bekam ich ein halbwegs vernünftiges Ergebnis, wobei mir jedoch der Hals dann zu weit erschien. Also habe ich mich für die Mitte entschieden, die ich mit der falschen
MaPro erzielt habe.

Vieles habe ich dann geschätzt, bzw. durch Anprobieren 'rausgefunden. Z. B. wären natürlich 2 1/2 cm unter den Armen an Zunahme nicht vertretbar (das ist ein halber Pulli!), also habe ich 4 Maschen genommen, und wenn ich mir das Ergebnis angucke, hätte ich vielleicht sogar noch weniger nehmen können. Bei den Armen habe ich öfter als alle 2 cm abgenommen. Ich habe es mir selbst ausgerechnet, wie oft ich abnehmen muss. Auch da habe ich im Grunde falsch gerechnet (ich hatte
ca. 1 cm zuviel Armlänge gemessen im Vergleich zum fertigen Pulli - und bei Barbie ist 1 cm viel), aber durch Anprobe kam's dann wieder richtig raus.

Die Raglanschrägen habe ich übrigens folgendermaßen gestrickt: Vor der 1. Zusatzm 1 M verschr. aus dem Querfaden gestr., dann die beiden Zusatzm, dann 1 M verschr. aus dem Querfaden gestr. Damit kam ich viel besser hin, und die Raglanschräge ist besser zu sehen. Gestern hatte ich versucht, jeweils aus den Zusatzmaschen 2 Rauszustricken, aber ich konnte dann bei der nächsten Zunahme nicht mehr sehen, wo die Zunahme
hin musste, und mir sind einige Male die Raglanmaschen verrutscht.

Und beim Körper habe ich nach der Abteilung der Ärmel dann noch mal in jeder 3. Reihe 4 M. unter den Armen abgenommen, um der Taille unserer lieben Barbie gerecht zu werden. Ich musste dann jedoch aufpassen, dass ich nicht zu eng abkette, damit Barbie noch in den Pulli reinkommt. Sie ist nunmal nicht so beweglich wie ein Mensch. Und dieser riesige Kopf ist ein echtes Problem.

So, und hier isser nu:



Gebraucht habe ich für den Pulli ca. 15 g. Sockenwolle. Gestrickt mit Nadeln 2 1/2 (15 cm kommen da sehr gut), die Bündchen mit Nadeln 2 und die Ärmel mit 10 cm langen Nadeln 2 1/2. Da sind diese kurzen Nadeln sehr gut. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt, auch mal so kurze Nadeln zu benutzen.

Ich musste mich übrigens fast die ganze Zeit stark konzentrieren, um keine Ab- oder Zunahmen zu verpassen. Bei so kleinen Pullis gibt es keine größeren Strecken, an denen man ganz entspannt "einfach so" mal drauflos glatt rechts stricken könnte. Anschließend war ich ziemlich k.o. und bin ins Bett.

Komisch, als Kind konnte ich mit Barbie kaum was anfangen. Aber Sachen für sie zu stricken ist eine interessante Herausforderung. Genauso, wie für Baby Born was zu stricken. Wie sich die Zeiten doch ändern.

Von gertatter um 09:01h| 0 Kommentare |comment |Stricktechnik

 

Samstag, 13. Dezember 2003
Verkreuzen ohne Zopfnadel
Aaalso, die Technik ist von Susan im Stricknetz. Vielen Dank Susan. Sie ist auch nicht so viel anders als die, die ich von der amerikanischen Seite habe (Link steht in der linken Spalte). Sie hat jedoch den Vorzug, dass man nicht alle Maschen des Zopfes fallen lässt, sondern nur die Hälfte. Das ist für mich aber ein wesentlicher Faktor, weil sich doch immer mal eine Masche auflöst, und dann darf man piddeln, bis es wieder richtig ist.

Also linksrum zopfen (Zopf über 2x2 Maschen): Man sticht von hinten in die dritte und vierte Masche auf der linken Nadel ein und lässt jetzt alle 4 Zopfmaschen von der Nadel gleiten. Damit sind zwei auf der rechten Nadel, und zwei hängen in der Luft. Diese beiden nimmt man jetzt mit der linken Nadel gleich wieder auf, so dass die linke Nadel vorn liegt (je schneller desto besser) und zieht die Maschen der rechten Nadel nach rechts und lässt sie wieder auf die linke Nadel gleiten. Damit ist die Reihenfolge der Maschen vertauscht. Jetzt alle vier Maschen abstricken, fertig.

Rechtsrum zopfen geht genauso, bloß dass man mit der rechten Nadel von vorn einsticht und die fallengelassenen Maschen hinter dem Gestrick wieder auf die linke Nadel nimmt.

Ich fand jedoch, dass wir im Stricknetz eine absolut klasse Diskussion zum Thema hatten, und es kamen auch noch viele Tips für das Verzopfen mit anderen Sachen als einer Zopfnadel. Da heute Martinas Päckchen kam, habe ich jetzt auch ein Nadelmaß, und die Zopfnadel ist eine 3 1/4, also zwischen 3 und 3 1/2. Und das war wirklich zu dick für eine dreifädige Sockenwolle.

Von gertatter um 01:24h| 0 Kommentare |comment |Stricktechnik

 

Donnerstag, 11. Dezember 2003
Zopfmuster ohne Zopfnadel
Diese Art zu verzopfen wird schwieriger, je mehr Maschen man miteinander verkreuzt. Ich habe nur vier Maschen, also 2 x 2, das ist sicherlich am besten, um es mal zu testen.

Zopf nach links gedreht:

Man lässt alle Maschen, die verkreuzt werden, von der linken Nadel gleiten (bei mir sind es 4). Dabei muss man natürlich aufpassen, dass das Gestrick nicht unter Spannung steht, sonst fallen die Maschen. Jetzt führt man die linke Nadel vor zwei Maschen vorbei und nimmt die nächsten beiden auf die Nadel. Jetzt nimmt man von hinten mit der rechten Nadel die beiden übrigen Maschen auf, zieht sie nach rechts und lässt sie auf die linke Nadel gleiten. (Achtung, Maschen dabei nicht verdrehen!) Jetzt ist die Vertauschung der Maschen komplett, und man strickt die Maschen ganz normal ab.

Zopf nach rechts gedreht:

Man lässt alle Maschen, die verkreuzt werden, von der linken Nadel gleiten (bei mir sind es 4). Dabei muss man natürlich aufpassen, dass das Gestrick nicht unter Spannung steht, sonst fallen die Maschen. Jetzt führt man die linke Nadel hinter zwei Maschen vorbei und nimmt die nächsten beiden auf die Nadel. Jetzt nimmt man von vorne mit der rechten Nadel die beiden übrigen Maschen auf, zieht sie nach rechts und lässt sie auf die linke Nadel gleiten. (Achtung, Maschen dabei nicht verdrehen!) Jetzt ist die Vertauschung der Maschen komplett, und man strickt die Maschen ganz normal ab.

Der Unterschied zum normalen Zopfen ist, dass man erst die Maschen vertauscht, und dann erst abstrickt, während man beim Zopfen mit der Nadel während des Abstrickens die Maschen vertauscht, und die Hälfte zwischenzeitlich auf einer Zusatznadel "parkt."

Ich hoffe, das ist nicht klar wie Kloßbrühe... und dass ich nicht die beiden Arten vertauscht habe, denn ich habe die Zopfreihe gerade hinter mir.

Von gertatter um 10:27h| 0 Kommentare |comment |Stricktechnik

 

Freitag, 28. November 2003
Schweizer Patent
Hanna Jaacks nennt das Schlauchstricken so: (Zitat) "Schlauchstricken, in einigen Gegenden Süddeutschlands auch Schweizer Patent genannt..." (Hanna Jaacks, Perfekt Sticken, kann ich nur empfehlen, wenn ihr es mal ergattern könnt, leider vergriffen, also amazon oder ebay gucken).

Schlauchstricken ist eine Art Rundstricken auf zwei Nadeln. Das Ergebnis sieht aus wie ein rechtsgestrickter Schlauch, durch die Arbeit auf zwei Nadeln hat man aber zwei definierte Bruchlinien, so dass das ganze wirklich liegt. Ideal für Stirnbänder. Hanna Jaacks empfiehlt es für Bündchen, Gürtel und Träger.

Nach dem Anschlag (gerade Maschenzahl!) wird immer eine Masche rechts gestrickt. Die nächste Masche wird links abgehoben, Faden vor der Nadel.

Patent heißt es wohl, weil man Maschen abhebt wie beim Patentstricken. Das Ergebnis ist aber ein Schlauch, der außen glatt rechts gestrickt ist.

Nachteil: Man strickt fast doppelt so lange, weil man jede Masche einmal abhebt, und einmal strickt.

Von gertatter um 09:38h| 0 Kommentare |comment |Stricktechnik