
Das ist der Fluddel-Schal, den ich für Rebeccas Freundin gemacht habe. Er sieht Rebeccas Schal seeehr ähnlich, aber die blauen Streifen sind etwas breiter. Die Freundin mag diesen Schal besonders gerne, ebenso wie meine Tochter ihren liebt.
Ich mache jetzt die große Spindel nicht mehr so voll, denn beim letzten Mal hatte ich echte Schwierigkeiten, beim Verzwirnen den Faden dann noch auf der Spindel unterzubringen. Also nur halb voll spindeln. Die 50-g-Knäule haben schon ihren Ursprung - beim Spinnen, denke ich. Das ist eine ganz bequeme Menge.
Und abends habe ich dann im Bett noch eine Locke auf der Kreuzspindel fein gesponnen. Es wird immer dünner. Und auch gleichmäßiger. Dünn spinnen ist einfacher als dick spinnen. Zumindest, was die gleichmäßige Fadenstärke angeht. Ich liebe meine Kreuzspindel.
Als nächste sind dann Schwiegervater-Socken dran, aber der lebt zum Glück nicht auf großem Fuß.
Die linke ist die Kreuzspindel, die ich am Anfang völlig verkannt habe. Aber nachdem ich nun weiß, dass man die anders bewickelt, ist sie mir lieber als die Scheibenspindel. Beide habe ich von Wollknoll. Die Scheibenspindel ist sehr schwer, und der Haken oben ist auch nicht das Gelbe vom Ei. Er drückt ziemlich beim "Anwerfen" der Spindel. Sie läuft nicht sehr lange, dafür aber umso schneller rückwärts. Sehr schlecht bei dickem Garn. Da macht es dann "ponk", wenn ich nicht aufpasse. Sehr ärgerlich. Ich kann bei ihr kaum ausziehen, während sie läuft, weil ich immer gucken muss, ob sie sich nicht rückwärts dreht. Sie hat aber auch ein paar Vorteile. Sie fasst locker 70 g Wolle. Und zum Verzwirnen ist sie auch gut, denn wenn der Faden erstmal sich von selbst dreht, dann bleibt sie sehr gut in Schwung. Außerdem zieht das Gewicht den Faden schön.
Die Kreuzspindel dagegen ist leicht, und läuft schön lange. Bei ihr schaffe ich es auch schon, gleichzeitig laufen zu lassen und auszuziehen. Ich spinne auf ihr einen sehr dünnen Faden (für mich dünn!). Auf dem Bild sieht er dicker aus als er ist. Da freue ich mich drauf, den zu verzwirnen. Denn der dünne Faden ist auch gleichmäßiger als der dicke. Was ich auch mag an ihr ist die Tatsache, dass ich den Faden gleich als Knäul runternehmen kann, und nicht erst abwickeln muss.
Meine CD-Spindel finde ich gar nicht so klasse, weil die CDs doch ziemlich leicht sind, und man deshalb oft anschieben muss. Außerdem rutschen die CDs mittlerweile durch, so dass die Spindel noch schwerer in Gang kommt. Da gibt's auch kein Bild von, denn eine Schönheit ist sie nicht gerade.
Was ihr da seht, ist alles in Occhi gearbeitet. Ich mache das jetzt seit fast 12 Jahren, da hat sich einiges angesammelt.
Und hier der zweite Teil des Standes, der, der für die Stricker interessant ist:

Das sind die Fusselschals, die ich gestrickt habe. Leider hatte ich nicht mehr Platz, um sie wirklich auszubreiten. Es hat viel Spaß gemacht, und mir sogar meine "five minutes of fame" gebracht, ich war nämlich in der Zeitung, im Lokalteil vom Stadtanzeiger.
Der rundherum perfekte Woll-Laden, wie sähe der für Dich aus?
Also, gaanz viel Wolle... Verschiedene Firmen, insbesondere Opal und so. Lana Grossa müsste sein. Und Noro, und Rowan. Viel Sockenwolle. Ein Eckchen, um in Büchern, auch Englisch, zu stöbern. Kurse, im Spinnen, Sockenstricken, Filzen, Occhi, halt alles, was ein bisschen exzentrisch ist. Stricknadeln nicht nur von Inox. Bestellmöglichkeit im Internet. Gute Beratung. Leute, die mit Herz und Seele dabei sind und Ahnung vom Stricken und von Textilien allgemein haben. Dann sollten Sonderlocken bestellbar sein (Lornas Laces und so).Eine Ecke mit Spindeln/Spinnrädern/Spinnwolle. Spinnräder zum Ausleihen. Beratung für Strickmaschinen, evtl. auch Verkauf derselben, Kurse dazu. Einladend - hell, gemütlich, viel Holz. Eine regelmäßige Strickrunde zum Klönen und kaufen (1x im Monat?). Schöne Knöpfe für Stricksachen. Und was man sonst noch zum fertigstellen braucht: Nähnadeln und so. Sicher muss so ein Laden auch die Sticker bedienen, und Häkelwolle haben, sonst ist die Kundschaft zu klein. Und für's Quilten auch noch was??? Und am liebsten wär' mir natürlich, wenn der Laden in Fußwegentfernung von mir läg. Aber das ist glaube ich dann doch zuviel verlangt.
Und ich merke gerade, dass Martina da ziemlich viel von hat, bis auf die Spinnbedürfnisse. "Mein" Laden hier in Köln hat auch einiges davon, der hat mehr für die Quilter.
Aber ich sehe Fortschritt. Nicht mehr 10 M auf 10 cm. 13 ist doch schon viel besser und 1 - 2 Nadelstärken weniger auch nicht schlecht.

Es war auch nicht ganz einfach, das Zwirnen. Wenn man so viele Meter hat... Und die Fäden sich so sehr verdrehen, dass man drei bis vier Hände braucht, um das Garn zu bändigen... Naja, ich habe es geschafft. Aber wirklich zufrieden bin ich nicht mit dem Garn. Die erste Spindel voll war doch deutlich dicker als die zweite. Und überdreht war das Garn teilweise auch noch. Wie kann man das nur regeln, dass das Garn gleichmäßig gedreht wird? Naja, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Heute habe ich dann beim surfen bei Ulrike gelesen, dass ich, wenn ich filzen will, nicht unbedingt einen Strang brauche. Weil ich nicht strecken muss, sondern gleich stricken darf und dann filzen.
Dann muss ich nur noch den Link für die French Market Bag finden, aber das müsste sich machen lassen, denn das war doch bei Knitty?
Tja, und dann habe ich noch gelesen, dass man mit einem Spinnrad u. U. 1 Pfund Wolle in einer Stunde spinnen kann... Das wär' was. Ich fange mal an, für ein Spinnrad zu sparen. Wird aber mit Sicherheit noch dauern.

Die erste habt ihr schon gesehen, ich habe sie nur als Vergleich noch mal dazugelegt. Ich hatte auf derselben Spindel einmal dick und einmal dünner gesponnen, und wollte diese Fäden nicht zusammen verarbeiten. Deshalb habe ich sie getrennt gezwirnt und verstrickt. Die zweite Probe habe ich mit Nadeln 3 1/2 gestrickt, also schon viel mehr das, was ich mir vorstelle.
Jetzt wird meine Wolle schon etwas regelmäßiger. Die Neuseelandwolle von Wollknoll ist auch schön zu spinnen, etwas leichter, als die, die ich von meiner Freundig bekommen hatte. Weicher ist sie auch. Und schneller werde ich. Die nächste Spindel ist schon wieder fast voll, obwohl ich im Schnitt ein wenig dünner spinne.
Aber schließlich habe ich den Handarbeitstick ja von meiner Ma. Und Socken stricken will sie auch von mir (wieder) gezeigt bekommen. Als Kind hat sie das wohl mal gelernt, aber jetzt lange nicht gemacht. Also auch noch ein Extra-Nadelspiel ins Gepäck nehmen. Aber das sollte mir ja nicht schwer fallen.
Es sind noch ein paar Reihen mehr, aber nix weltbewegendes. Nadeln Nr. 3, Wolle Rödel (muss uralt sein, habe ich geschenkt bekommen).
Ich mache es derzeit so, dass ich den Faden überdrehe, dann setze ich die Spindel fest, ziehe aus, und wenn mir der Auszug gefällt, dann lasse ich die Drehung in den Auszug laufen. Und dann wieder von vorne. Meist ziehe ich mehrmals aus, ehe ich die Spindel wieder anwerfe. Aber so eine Länge spinnen mit einmal Spindel andrehen, das klappt nicht so gut. Vielleicht muss ich mir nochmal die Anleitungen durchlesen. Manches versteht man ja auch erst, wenn man es tut.
