Natürlich habe ich gleich auch Scoubidou-Nachschub besorgt, ein paar Perlen, und ein Buch dazu. Geht ganz schön ins Geld. Die erste Packung Scoubis (70 St.) ist fast aufgebraucht, und von den neuen Packungen ist auch schon etliches verknüpft. Rebecca knüpft, verschenkt und vertauscht, was das Zeug hält, aber auch Michael knüpft ab und zu vor sich hin. Ich mache auch mit, um neue Techniken auszuprobieren und den Kindern beizubringen. Und als wir im Schwimmbad waren, hatte jedes zweite Kind im Schulalter einige Bänder dabei. Endlich mal eine Modewelle, die man auch als Eltern unterstützen kann.
Das Cloverleaf-Muster ist einfach schön. Schlicht, einfach, und nicht zu kompliziert zu stricken. Und es ist sogar ein Rippenmuster.
Tja, ab morgen werde ich dann versuchen, in den ganzen Blogs und mit meiner e-mail wieder hinterher zu kommen, aber das kann eine Weile dauern, bis ich wieder auf dem neuesten Stand bin.
Ich merke jetzt auch schon, wie schön sich meine Beine anfühlen. Die sind immer wie neu nach dem Spinnen. Wenn schon spinnen an sich nicht so viel Spaß machen würde, müsste ich es schon aus Gesundheitsgründen anfangen. Und ich sehe schon, dass meine Strickwolle immer mehr wird. Wann soll ich das alles noch verarbeiten? Die ganze gesponnene Wolle jetzt noch dazu? Auwei, auwei. Aber für die Merino habe ich schon eine Idee. Aber wann machen??? Ich habe doch noch so viel fertig gekauftes Garn hier. Hiiilfe, kann mir nicht jemand so 2 bis 3 Stündchen pro Tag mehr schenken?
Heute habe ich diese Dinger meiner Tochter gezeigt, und sie fragte, ob ich denn wisse, wie das geht. Ich, nö, aber da ist eine Anleitung drauf. Kannst du das denn nicht? Ja, sie hatte mal davon erzählt, aber gelernt habe sie es noch nicht. Also ich die magere Anleitung vorgenommen und nachgemacht, allerdings zunächst noch sehr kompliziert. Mein Mann brachte mich drauf, dass nur am Anfang eines Knotens eine Schlaufe sein muss, nicht bei jedem der Stränge. Probiert, gemacht, getan, meiner Tochter gezeigt. Gegen Mittag kam auch mein Sohn an. Darf ich auch? Natürlich, such dir Farben aus. Meine Tochter hatte gegen Mittag schon 8 Scoubis geknüpft, mein Sohn war etwas langsamer, hatte aber auch Spaß dran. Im Internet ein wenig gesurft - oh, da gibt es ja sooo viele Möglichkeiten. Jedenfalls ist das Paket heute abend schon auf die Hälfte zusammen geschmolzen, und wir hatten doch 36 2-m Stränge!
Und ich knüpfe auch. Ich weiß, dass einige das in meiner Klasse damals konnten, aber ich konnte es leider nicht. Ich glaube, es ist irgendwie mit dem Makramee verwandt. Tja, und jetzt kann ich es endlich. Hier der bisher beste Link, den ich zum Thema gefunden habe. Hier gibt es noch mehr Figuren, aber die Technik ist nicht so gut erklärt.
Wie das so schnell gegangen ist? Nein, ich habe nicht im Lotto gewonnen. Meine Mutter ist zu Besuch bei uns, und ich habe ihr vorgeschwärmt, wie toll das für meine Beine war, jeden Tag etwas zu spinnen (von wegen Venenpflege und so), und da sie mir eh' eine Freude machen wollte, hat sie gesagt, sie kauft mir ein Spinnrad.
Gestern waren wir bei Traub, das Joy ausprobieren, und ich komme super damit klar. Also haben wir das Rad und natürlich noch etwas Spinnwolle mitgenommen. Und es klappt supergut, ein bisschen haben wir uns aneinander gewöhnen müssen, das Rad und ich, aber ich kann heute schon schön dünn spinnen. Nicht ganz so dünn wie auf der Spindel, aber so, dass ich bald ein vernünftiges Dreifachgarn zustande bringe.
Tja, so schnell kann das mit den Spinnviren gehen. Im Dezember habe ich noch gedacht, dass Spinnen kein Hobby für mich wäre, Ende Februar habe ich noch getönt, ich werde nie ein Spinnrad haben, Spindel reicht mir. Tja, und jetzt habe ich eines, und was für ein schönes. Ich mag das Joy nicht nur, weil es äußerlich sehr harmonisch gestaltet ist, sondern auch, weil es so viele nette kleine Extras hat, wo man merkt, dass die Konstrukteure sich wirklich was bei dem Rad gedacht haben. So bleibt das Rad z. B. immer so stehen, dass man es leicht antreten kann. Ein Haken zum Durchholen der Wolle ist integriert, so dass er nicht verloren geht. Man kann das Rad wunderbar zusammenklappen und hat doch alles dabei, was man braucht. Und das Rad nimmt nicht viel Platz weg, wenn es nicht benutzt wird.
Jetzt müsste ich nur noch irgendwo günstig Zeit kaufen können, damit ich mehrere Stunden am Tag am Spinnrad verbringen kann
Nachdem ich alles aufgetrennt hatte, hat meine Mutter meine blauen Cloverleafs entdeckt, und jetzt will sie die haben. Sie kommt bei denen auch besser hinein, obwohl sie weniger Maschen Anschlag haben als die Socken, die ich anfangs gestrickt habe. Also bekommt sie diese Socken natürlich.
Tja, und dann habe ich meine Mutter angesteckt: Sie hat sich ein Knäuel Sockenwolle ausgesucht, und ein paar Nadeln ausgeborgt, und jetzt strickt sie auch Socken. Ich werde ihr noch eine Anleitung ausdrucken, die sie mitnehmen kann, denn am Sonntag ist sie schon wieder in Berlin. Meine Mutter ist ganz begeistert von den selbstmusternden Sockenwoll-Qualitäten. Ich werde ihr wohl noch ein paar Knäulchen mitgeben.
Tja, und vielleicht kauft meine Ma mir ein Spinnrad. Ist das nicht lieb? Wir fahren jedenfalls die nächsten Tage zu Huppertz. Spinnräder ausprobieren. Heute haben wir die Sonne auf dem Balkon genossen, es war einfach klasse. Ich habe mir meine Wäsche einfach nach draußen geholt.
Meine Mutter bleibt noch bis Sonntag. Bisher haben wir uns noch nicht gekabbelt, und das ist schon viel wert.
Am Sonntag kam dann auch meine Rebecca dazu und hat auch gehandarbeitet: erst hat sie eine Klöppelarbeit fertig gemacht, und dann hat sie noch eine Stickerei auf Stickkarton fertig bekommen. Ich bin ganz stolz auf sie.
Gestern habe ich mir zwischen dem Lesen der Nachrichten noch eine neue Spindel gebaut. Aus Fimo und einem Buchenstab aus dem Baumarkt. Ein Schwergewicht von 65 g, damit ich auch etwas dickere Wolle gut spinnen kann. Man braucht einfach die Kraft der schwereren Gewichtes, damit die Spindel sich gut und lange dreht, und man nicht dauernd dieses Ponk hört... Warum ich noch eine schwere Spindel brauche? 1. wandert eine sicherlich in den Besitz meiner Mutter (sie wird morgen kommen), und 2. wollte ich eine Kopfspindel für schwerere Garne. Sie ist keine Schönheit, aber sie funktioniert. Beinahe hätte es nicht geklappt, weil ich beim Reindrehen des Hakens den Stab gespalten habe. Zum Glück konnte ich noch mal absägen und dann hielt der Haken. Leider auch hier kein Bild, denn auch dieses ist arg unscharf geworden.
Als nächstes habe ich noch ein Schwergewicht vor, wieder Kopfspindel, aber mit anders gestaltetem Wirtel und einem längeren Schaft, zum Zwirnen. Ja, man kann mit einer Kopfspindel zwirnen - schon ausprobiert.
Dann habe ich noch Ramie ausprobiert zu spinnen, nicht ganz leicht und arg flusig. Wolle hält ja schön von selbt zusammen, aber wenn man bei Ramie eine dunkle Hose anhat, dann sieht man schon heller aus, wenn man nur ein Stück Faser vom Band abgerupft hat. Sehr rutschig, die Geschichte, man muss also sehr drehen. Ungesponnen ist die Faser recht weich, aber durch die starke Drehung wird sie recht hart.
Und Probespinnungen für einen Pulli mache ich gerade. Die schöne blaue Wolle soll doch was besonderes werden. Wahrscheinlich kommt meine schwere Kopfspindel zum Einsatz.
Das einzige Bild, das heute was geworden ist, zeigt meine Wolle, die ich in der Pfingstwoche an Christines Spinnrad gesponnen habe:

Insgesamt waren es 5 Stränge, die ich am Spinnrad gesponnen und gezwirnt habe, ganz rechts ist der Strang, den ich mit der Spindel gesponnen und am Spinnrad 4fach verzwirnt habe. Aus all den Strängen wird eine Filztasche. Stricken werde ich aber erst, wenn ich endlich mein Top fertig habe *entschlossenguck*
Und hier im Blog werde ich die nächste Woche nicht so oft sein, denn meine Mutter kommt ab morgen bis nächsten Sonntag zu Besuch, da habe ich einfach weniger Zeit zum Schreiben. Ich hoffe, ich komme dazu, wenigstens ab und an mal piep zu machen.
Die verstrickte Dienstagsfrage - Woche 24/2004
Besitzt du Strickbücher? Wenn ja, stell uns doch mal dein Lieblingsbuch vor! ...und wenn du dich nicht entscheiden kannst, wähle drei aus :-)
Also, es ist und bleibt bei mir Rutt's History of Hand Knitting. Am Anfang meines Blogs gab es mal eine ähnliche Frage, und damals hatte ich nur 3 Strickbücher, die ich noch mein eigen nannte. Ich habe jetzt schon etliche Bücher mehr, aber Rutt ist immer noch mein Liebling. Er schreibt ein tolles Englisch, geht geschichtlichen Mythen nach, korrigiert sie, wo nötig, tja, er macht sich wirklich sehr viel Mühe, alles herauszufinden, was man noch über die Geschichte des Strickens herausfinden kann. Natürlich liegt die Betonung auf der englischsprachigen Welt, aber man kann ja nicht alles haben.
Ich habe diesmal noch nicht ribbeln müssen. Das ist wirklich toll. Ich habe 60 M angeschlagen, das Garn ist ein NoName von Maxus, ich benutze Nadeln Nr. 2 1/2 und die Socken sollen für mich sein. Ich habe das Problem, dass das erste Loch in der 2. Reihe des Musters etwas größer wird als das nächste. Es sind schon ein paar Lösungen für dieses Problem auf der Liste angesprochen worden, doch scheint mir nichts davon zu helfen. Ich glaube, dass man einfach beim zweiten Loch aufpassen muss, dass man es lockerer strickt. Vielleicht gibt sich dieses Problem auch noch, wenn man die Socken wäscht.
Mir gefällt das Garn jetzt gar nicht mehr so gut für dieses Muster. Streng einfarbig ist wohl am besten, oder aber mehrere Farben, die aber unter sich wenig kontrastieren. Ich finde, diese kleinen bunten Flecken lenken doch ein bisschen zu viel vom Muster ab. Trotzdem werde ich die Socken jetzt so zuende stricken, denn ein Paar Socken mit Klima-Anlage kann man jetzt gut brauchen.
Insgesamt macht das Muster Spaß, und ist eine gute Einführung ins Lochmuster-Stricken. Es ist einfach, hat einen kurzen Rapport (6 R x 6 M) und ist doch ansprechend. Socken sind wirklich die idealen Teile, um mit neuen Techniken zu experimentieren.
