Hier also mein letzter Fusselschal aus der Auftragsserie vom März:

Technische Daten:
- Zickzack-Auftrags-Fluddelschal für Gabi
- Schachenmayr Brazilia in grün und braun
- Nadel 5 (Rundnadel)
- kraus rechts im Zickzack-Muster über 40 M
- begonnen 11.07.2004, fertig gestellt 07.10.2004
Tja, so lange hat das gedauert, weil der meist nur auf Autofahrten mit war.Ich brauche ja nur so ca. 6-8 Stunden für einen solchen Schal, das ist weniger als eine durchschnittliche Socke.
Und dass ich für alle Fusselschals so lange gebraucht habe, das lag einfach daran, dass ich, nachdem ich 8 oder so Schals für den Basar gestrickt hatte, erstmal die Nase voll hatte von dem Gefluddels. Die Jahreszeit stimmte auch nicht mehr. Und dann musste ich auf die bestellten Farben z. T. ziemlich lange warten (die hatten echt Lieferschwierigkeiten).
Als ich in Frankfurt bei Wolle Rödel war, da hätte ich beinahe wieder solches Fusselzeugs gekauft. Wenn man diese Garne anfasst, das überzeugt einfach - MJAM. Aber ich konnte mich beim Kaufen gerade noch zurückhalten, denn ich habe noch für ein Top solches Zeugs (Brasil) 'rumliegen, und einen Schal aus Estivo von Lana Grossa für mich auch noch angefangen auf den Nadeln (eines der nächsten UFOs, die ich angehe). Aber verführerisch sind diese Garne schon.
Jetzt bin ich ungefähr auf der Hälfte des Fußes der zweiten Socke, und bekomme das Teil entweder heute oder morgen noch fertig.
Hier sind sie:

Technische Daten:
- Lakritzwaffel-Socken Gr. 38/39 für die eihnachtskiste
- Noname-Sockenwolle von Maxus in grau-meliert
- Nadel 2,5 (Addi Rundnadel), beide Socken gleichzeitig gestrickt
- Anschlag 64 M, Waffel-Muster
- begonnen 15.09.2004, fertig gestellt 23.10.2004
Das Waffelmuster habe ich sicherlich nicht zum letzten mal gestrickt. Es ist einfach, macht langweilige Wolle interessanter (als Ersatz für Ringel), ist sehr dehnbar, und gefällt auch Männern. Im Grunde ist es ein abgewandeltes Rippenmuster wie z. B. das Fluted-Bannister-Muster oder das Cloverleaf-Muster. Noch ein Vorteil einer gerippten Socke: Sie passen sich den verschiedenen Fuß- und Beinformen besser an als glatt rechts gestrickte Socken.
Dafür zeige ich euch jetzt mal die Lakritzwaffeln auf der Nadel (kurz vor Beginn der Spitze):

Eigentlich wollte ich die ja schon mal früher ablichten, aber man sieht sie wenigstens mal auf der Rundnadel. Das Muster klappt recht gut. Allerdings habe ich an ein zwei Stellen Fehler drin, allerdings keine, die wirklich schlimm sind. Auch die sind aus der berühmten Maxus No-Name-Wolle.
Auf einer schönen sonnigen Böschung haben wir Mittagsrast gehalten, und da nutzten ein paar Kampfflugzeuge das schöne Sonnenwetter, um ein bisschen in der Gegend herumzufliegen. Ziemlich laut, die Dinger. Die sausten ein paarmal im Kreis um uns rum. In der Sonne war es so warm, dass man die Ärmel aufkrempeln musste, und unsere Vliespullis haben wir mehr durch die Gegend getragen als wirklich gebraucht. Eine Burgruine haben wir auch besucht, allerdings waren da nur noch ein paar Grundmauern übrig. Dafür aber eine wunderschöne Sicht auf ein paar Täler mit Wäldern rundrum, allerdings leider auch auf eine romantische Zementfabrik und eine ebenso malerische Kläranlage
An einer Stelle haben wir Schlehen gesammelt, die wir wohl irgendwie mit Alkohol zusammen bringen werden (müssen wir noch ein Rezept ergoogeln). Und wie gesagt, viele Bucheckern haben wir gesammelt. Zum Abschluss waren wir noch in der Klosterkirche, und da spielte gerade der Organist - das war so das Tüpfelchen auf dem I.
Zuhause haben wir uns dann ein heißes Bad gegönnt, unsere Füße gepflegt (meine haben leider ein paar Blasen, aber nix wirklich schlimmes) und dann mit unserer Rebecca zusammen fernsehen geguckt. Die war heute zum letzten Mal bei der Kinderwochen unserer Gemeinde, der Große ist schon zu groß für sowas, halt ein abgeklärter Teenager. Michael ist schon seit Mittwoch bei meinen Schwiegereltern zu Besuch. Morgen gibt es noch als Abschluss der Kinderwoche ein Familienfest, und am Sonntag ist Familiengottesdienst. Danach bringen wir dann auch Rebecca noch zu den Schwiegereltern, und dann haben wir ein paar Tage ganz für uns. Ich hoffe ja, dass das Wetter noch ein bisschen hält...
Jedenfalls hat der Tag heute richtig Spaß gemacht, auch wenn ich noch gar nix gestrickt habe. Nur hatten wir leider keine Kamera dabei, so dass ich euch keine Fotos zeigen kann.

Wieder einmal ein Maxus-Noname-Sockenwolle, Nadeln 2,5 mm. Das Muster macht echt Spaß, doch ich finde das Flechtmuster und das Waffelmuster noch schöner. Das Muster zieht sich nicht so stark zusammen wie das Waffel-Muster. Es wird sicherlich auch öfter mal gestrickt. Wie alle diese kleinen Müsterchen besonders gut geeignet, um langweilige Männersocken-Wolle etwas aufzupeppen.
Ihr wundert euch sicherlich, warum ich fast ausschließlich mit Noname-Wolle stricke. Nun, ich habe kaum einfarbige bzw. nichtselbstmusternde Wolle von Markenfirmen. Und da ich im Moment nicht so viel Geld für neue Wolle ausgeben will, aber für die ganzen Mustersocken die unis bzw. melierten Garne genau richtig sind, muss es eben die billige Wolle sein. Allerdings habe ich doch noch einige einfarbige Knäulchen zu verstricken, ehe ich wieder einfarbige Wolle einkaufen darf.

Technische Daten:
- Winkelchen Socken Gr. 39 für die Weihnachtskiste
- No-Name-Sockenwolle von Maxus (marine) und No-Name-Sockenolle von Martina (rot)
- Rosenholznadeln 2 1/2, locker gestrickt, 60 M. Anschlag, im Fuß und Ferse fest gestrickt wie immer.
- Muster: Kristins bunte Winkelchen vom Mustersocken-Knitalong
- Angefangen: 01.10.2004, fertig gestellt: 07.10.2004
Leider musste ich unterwegs mal ein paar Reihen zurückstricken, weil ich anfing zu fest für das Muster zu stricken. Ein einfaches, aber sehr effektvolles Muster.
Ansonsten war ich sehr mit meiner Tochter beschäftigt, und mit Schlafen, denn ich hatte vom Wochenende und der letzten Nacht doch noch ein arges Schlafdefizit. Rebecca hatte gestern den ganzen Tag Fieber, und davor in der Nacht auch, und da war die Nacht wirklich sehr kurz. Und ich bin Schlafentzug einfach nicht mehr gewöhnt. Heute geht es Rebecca wieder gut, wovon das Fieber war, kann man nicht sagen, da sie sonst keine Symptome hatte. Naja, vielleicht war es auch noch eine späte Reaktion auf die Aufregung vom Wochenende.

Nun, ich wollte lieber ein Souvenir, mit dem ich was anfangen kann, nix, was dann irgendwo 'rumsteht. Und mit 2x Sockenwolle habe ich mich doch wirklich zurückgehalten. Der Wolle Rödel in Frankfurt war richtig schön. Oh, wenn ich keine Diät hätte, dann hätte ich sicherlich noch mehr zugeschlagen. All die schönen Fusselgarne, eines weicher als das andere (außer das Lame, das find ich fast kratzig), und in soo schönen Farben. Und so schöne Wolle, und auch Sockenwolle. Ach ja. Aber es blieb dann bei einer Rödel-Mexiko und einer Rödel-einfarbig.
Und das Formosa ist für einen Schal, den aber meine Tochter für sich stricken wird. Deshalb zählt das natürlich nicht für meinen Stash

You appear to be a Knitting Goddess.
You are constantly giving and are unconcerned with
reward, you simply want others to love knitting
as much as you do. If someone wants to knit
miles of novelty yarns, you are there for them.
If someone wants to learn short row shaping,
you can help. There are no taboos in knitting,
only opportunities to grow. Everyone should
have friend like you around if they want to
learn to knit, and there's a good chance that
your passion has rubbed off on a few others.
http://marniemaclean.com
What Kind of Knitter Are You?
brought to you by Quizilla
Nunja, ich denke, das trifft es in etwa. Nur dass ich natürlich keine Göttin bin, da wehre ich mich doch. Der einzige, der diesen Namen verdient hat, ist der Dreieinige Gott, nämlich Vater, Sohn und Heiliger Geist. Ich bin lieber ein ganz normaler Mensch, muss ich sagen.
Die verstrickte Dienstagsfrage - Woche 42/2004
Was war der skurrilste, außergewöhnlichste Ort, an dem du je gestrickt hast?
Am Wochenende im Sprinter von Köln nach Frankfurt bei 300 km/h. Rund um mich Juppies (gibt's die eigentlich noch?) mit ihren Laptops, jede Menge HiTech und ich strickte an den blauen Ringelsocken.
Noch außergewöhnlicher war der Ort, an dem ich mal Occhi geknüpft habe: Auf einem Baum am Rhein in Rhodenkirchen südlich von Köln, als wir nach einem Familienausflug auf das nächste Böötchen nach Kölle gewartet haben. Dort stand eine Weide, die ihre Äste ganz niedrig hatte, und wo man prima draufklettern konnte. Was meine beiden Kinder und ich natürlich sofort getan haben. Eine Senke des Astes war so gemütlich, dass ich mir die Wartezeit mit Knüpfen verkürzen konnte.
Da habe ich jetzt auch die Zunahme-Lösung fertig, und brauche nur noch nach meinem Zählmuster zu arbeiten, das ich mir dazu erstellt habe. Ich habe jetzt schon vier Reihen Blätter fertig, die fünfte ist in Arbeit und die sechste wird gerade zugenommen. Ich bin schon beim zweiten Knäul. Mit den 7er Nadeln geht es auch recht fix, obwohl ich natürlich immer mehr merke, wie die Reihen länger werden. Heute abend habe ich auch schon dran gearbeitet.
Das Tuch macht richtig viel Spaß. Man muss ziemlich aufpassen, aber gerade das liebe ich ja beim Musterstricken so - es ist nicht so langweilig. Eine Strickarbeit für volle Konzentration, nix für nebenher.
Ansonsten hatte ich noch Socken dabei, an denen ich aber nicht allzu viel gearbeitet habe. Ungefähr ein halber Schaft ist entstanden. Heute abend bin ich bis zur Fersenwand vorgestoßen (etwa zu einem Drittel fertig).
Das Wochenende war einerseits sehr schön, aber auch aufregend, weil Rebecca am Samstag Nachmittag Bauchkrämpfe bekam. Wir sind mit Blaulicht in einer fremden Stadt ins Krankenhaus. Dort (Bürgerhospital FFM) sind wir super aufgenommen worden, es war selbstverständlich, dass ich mit Rebecca bleiben konnte, und es gab eine sehr bequeme Liege für mich. Zum Glück haben wir Rebecca ca. 24 Std. später wieder loseisen können, denn es war kein Blinddarm, wie zunächst der Verdacht lautete, sondern eine massive Verstopfung, die durch einen Einlauf zu kurieren war. Der Darm war natürlich ein bisschen gereizt, aber schon gestern war Rebecca wieder ganz munter, und heute geht es ihr wieder ganz normal.
Ralf hat mich am Sonntag im Krankenhaus abgelöst, und da war das Verwöhnhotel dann doppelt gut. In der riesigen Badewanne habe ich erstmal relaxt, mich schön gepflegt, und anschließend vom Zimmerservice mit Essen verwöhnen lassen. Wir hatten für einen super (Wochenend-)Tarif eine Suite mit einem zusätzlichen Zimmer für die Kinder.
Ansonsten hatten wir am Freitag ein wunderschönes und sehr leckeres Geburtstagsessen, vom Hotel gab es als Geschenk einen süßen Teddy und eine Geburtstagskarte, und Rebecca meinte, das sei ihre schönste Geburtstagsfeier gewesen. Im hoteleigenen Pool konnten die Kinder toben, sie hatten ein eigenes Zimmer mit eigenem Fernsehen (was weidlich genutzt wurde), und so ein Frühstücksbuffet mit allem drum und dran ist natürlich auch klasse.
Am Samstag waren wir in Frankfurt schoppen, haben aber auch die Aussicht über Frankfurt genossen, indem in der Zeilgalerie auf die Aussichtsplattform geklettert sind. Im Kino waren wir auch noch (Große Haie - kleine Fische). Das war ganz nett, aber nicht umwerfend. Tja, und dann kamen die Bauchschmerzen. Gestern abend waren wir auf den Schreck dann Sushi essen - das machen wir ganz selten, weil es ja doch recht teuer ist. Ich muss aber sagen, ich gehe lieber selten teuer essen, als oft billig.
