Mein Spinnrad hatte ich auch dabei, aber das ist nicht zum Einsatz gekommen. In der Hütte war es zu eng, und draußen zu nass. Aber dafür habe ich von zwei Hundebesitzerinnen Hundewolle versprochen bekommen, die ich spinnen werde. Beides sind weiße, relativ langhaarige Tiere mit schönem Unterfell, so dass man diese Wolle sogar färben könnte. Da freue ich mich schon drauf.
Ich hatte noch ein zweites Strickzeug mit, aber das habe ich gar nicht genommen. Im Moment ist der Schal wichtig, damit mein Sohn was für den Winter hat. Er hat übrigens die Mütze schon voller Stolz getragen, und auch meine Tochter hat ihren von mir gestrickten Schal und ihr Stirnband gut brauchen können.
Für uns als Familie war es das erste mal gemeinsam im Zelt (wir haben zwei kleine Igulus). Auch das hat sehr gut geklappt, und die Kinder haben es genauso genossen wie wir.
Wenn das aber, wie es oft passiert, in den späten Abend fällt, dann reicht einfach die Konzentration nicht mehr aus, um den nächsten Socken noch anzufangen. Und dann wird das ganze verschoben, und wer weiß, wann und ob ich den zweiten dann anfange. Mein nächstes Projekt wäre also, toe-ups auf der Rundnadel. Kann ich mir eigentlich ganz gut vorstellen.
Aber die Sache birgt noch eine Falle für Leute, die gerne UFOs produzieren: Man muss nicht, wie beim Top-Down-Anfang, den Faden vernähen, um die Socken von der Nadel zu bekommen. Und ich kenne mich, ich habe Teile schon
monatelang 'rumliegen gehabt, nur weil sie nicht vernäht waren.
Deshalb denke ich, dass ich auf Dauer doch bei der üblichen Methode bleibe, von oben nach unten zu arbeiten. Und die andere Richtung nur dann nehme, wenn es z. B. Monster geben soll, bzw. aus anderen Gründen nicht klar ist, ob die Wolle reichen wird.
Auf die Reise wird Michaels Schal mitwandern, und das Paar Waffel-Socken (auf der Rundnadel), beides ideal zum Nebenher-Stricken.
Und hier habe ich noch was gefunden: Faux Lace Scarf

Die Wolle ist NoName von Maxus, und ich finde, sie hält sich ganz gut in der Wäsche.
Technische Daten:
Die verstrickte Dienstagsfrage - Woche 39/2004
Am Beginn steht das Anschlagen der Maschen und dafür gibt es die verschiedensten Möglichkeiten. Welche Maschenanschläge benutzt Du für welchen Zweck, warum nutzt Du sie und - wie immer - hast Du Tipps und Tricks dazu?
Also am häufigsten nehme ich den Kreuzanschlag, irgendwie ist der mir am sympathischsten. Ich habe früher öfter den italienischen Anschlag nach Jaacks gemacht, aber auf ihre Art ist der mir zu für vieles zu eng. Für Socken geht er gar nicht. Ich habe jetzt aber von einer anderen Arbeitsweise gehört, und das muss ich mal ausprobieren.
Schlingenanschlag oder Anschlag durch Aufstricken nutze ich meist, wenn ich viele Maschen am Ende oder Anfang einer Reihe zusätzlich brauche.
Mein Tipp (hoffentlich wiederhole ich jetzt nicht, ich habe eure Einträge noch nicht gelesen): Für Socken mache ich den Anschlag über 2 Nadeln mit 1/2 Nadelstärke mehr als ich dann fürs Bündchen zum Stricken nehme. Dann ist der obere Rand auf jeden Fall genausoweit dehnbar wie das Bündchen, ohne zu weit zu sein. Dazu muss man sagen, dass ich relativ fest stricke.
Nachtrag: Da hat doch keiner geschrieben, dass man beim Kreuzanschlag drauf achten sollte, dass das Fadenende (also der Teil, der nicht am Knäuel hängt) über den Daumen läuft. Dieser Faden bildet nämlich die Schlinge unten um die Masche, hat also nicht so viel Fadenverbrauch. Wenn man es immer so macht, lernt man den Anschlag gut schätzen (also bei Socken klappt es bei mir mittlerweile immer). Und hat nicht so irre lange Fäden, nur weil man Angst hatte, dass es mal wieder nicht reicht.
Und dann habe ich gemerkt, dass ich nicht nur 4 Paare Socken auf den Nadeln habe, sondern auch fünf Schals: Einen Ärmelschal für mich, einen Schal aus Estivo (auch für mich), einen Zickzack-Schal für meinen Mann (Ufo vom letzten Jahr), einen Auftrags-Fussel-Zickzack-Schal und jetzt neu einen Schal für meinen Sohn. Es wird Zeit, davon etwas abzuarbeiten. Naja, die Schal-Saison fängt ja jetzt an.

Technische Daten:
Michael war ganz begeistert von der Mütze. Heute war es morgens allerdings etwas zu warm dafür, sonst hätte er sie gleich angezogen.

Hier mal vollständig mit gedrehter Schnur. Und beim Schnurdrehen (*vor* dem Gottesdienst heute morgen!) habe ich festgestellt, dass eine Spindel das ideale Werkzeug eben dafür ist. So schnell habe ich das noch nie geschafft. Bei der alten Methode spielte eine Türklinke eine große Rolle...
Abends habe ich dann noch ein Stündchen auf dem Balkon gestrickt, aber sobald die Sonne mal hinter einer Wolke verschwand, wurde es kühl. Aber schön ist es, so die letzte Sommersonne zu genießen.
Nach dem Abendbrot habe ich dann bei Pilchern weitergestrickt. Die Filme sind so gedreht, dass man nicht unbedingt immer hingucken muss. Es war das erste mal, dass ich mir einen solchen Film angeguckt habe, und ich muss sagen, die Familienverhältnisse, die sie schafft, sind ja irre verworren. Und wenn sie sich nur lieben, ist doch alles gerechtfertigt und alles wird gut. Ich glaube, ich bin aus dem Alter 'raus, wo ich solche Filme genießen kann.
Die Geschichte kannte ich (meine ich - sehr lange her, dass ich die kürzeren Geschichten gelesen habe) noch nicht, aber sie war dermaßen verhersagbar... Die Bücher sind eh' besser. Was mich bewogen hat, mir diesen Film anzugucken, waren die Landschaftsaufnahmen. Aber ich glaube, auch da werde ich mir besser mal einen schönen Bildband aus der Bücherei ausleihen, als mir diese Filme anzutun. Und irgendwie schien immer die Sonne - sehr unwahrscheinlich, sogar für Cornwall im Sommer.
Patent ist langweilig. Und man muss ständig hingucken, weil man sonst aus dem Rhytmus kommt, bzw. Umschläge nicht erwischt. Also einen Pulli kann ich mir nur vorstellen, wenn da noch schöne Zopfmuster oder so bei sind.
Allerdings gibt Patent (vor allem rundgestrickt) ein wunderschön gleichmäßiges Rippengestrick. Viel schöner als 1 re 1li. Deshalb wohl auch so beliebt.

Die beiden unterscheiden sich nicht so stark wie auf dem Foto, der melierte ist insgesamt von der Grundfarbe her mehr bordeauxrot. Komisch, wie Fotos das verändern. Der einfarbige ist ganz gut getroffen (zumindest nach meinem Bildschirm zu urteilen).
Ganz lieben Dank für das Lob für das Top. Schön, dass es nicht nur mir gefällt!
Gefunden von meinem Mann, ich lese nur ausgewählte Artikel. Nicht dass ihr denkt, dass ich alles verstehe und im Kopf habe, was da drin steht
