Samstag, 9. September 2006
Einen perfekten Abend
stelle ich mir so vor wie gestern: Mama allein zu Haus, ein Bollywood-Film im Fernsehen und ein neues kompliziertes Strickzeug. Das war alles gestern abend gegeben, und es kam weder Verlassenheitssyndrom (pfüüüp) noch Langeweile auf. Über den Bollywood-Film gehe ich mal schnell hinweg (mein erster und bestimmt nicht letzter, und als Hintergrund wirklich gut geeignet, nette Tanzszenen, wunderschöne Landschaften, Herz und Schmerz und nur ein bisschen arg viel Reklame dazwischen).

Das komplizierte Strickzeug war das beste an dem Abend: Schon seit einigen Tagen lagen hier einige Knäuel aus der Restekiste rum, um mich zu inspirieren. Und irgendwann zwischendurch kam mir auch eine Idee, dass ich nämlich für den Restesockenknitalong einmal das Flechtmuster (engl. Entrelac) ausprobieren könnte. Das Flechtmuster, das in Rechtecken und meist mehrfarbig gestrickt wird. Ich wusste, dass das Muster im Buch Socks Socks Socks ist, hatte es aber bei vergangenen Mustersessions gar nicht in der Hand gehabt. Gestern dann entdeckte ich es im Regal im Flur, jedenfalls nicht bei den anderen Musterbüchern.

Bei der Anleitung stand, dass man schon Erfahrung mit dem Muster haben sollte, um es zu stricken. Nunja, davon habe ich mich dann nicht abhalten lassen, denn bisher habe ich dieses Muster nur virtuell gestrickt, hatte aber das Prinzip in etwa verstanden. Nun, die Anleitung ist, wie alle englischen, sehr gut. Einzig erwähnen sollte man, dass man am Anfang der Socke, die mit einem einzelnen Quadrat beginnt, aus dessen Seiten dann die Maschen für die Sockenspitze (ja, mal wieder toe-up, und diese Form kannte ich auch noch nicht) aufgenommen werden, dass man dieses Quadrat mit einer linken Reihe beginnen sollte. Dann ist man zum Aufnehmen der Maschen lt. Anleitung und Bild auch auf der richtigen Seite.

Nach drei Anläufen mit dem Anfangsquadrat ließ sich die Spitze sehr einfach stricken (wenn auch die Strickerei mit vier statt fünf Nadeln in dieser Richtung noch etwas gewöhnungsbedürftig ist). Wenn man noch hinzurechnet, dass dies meine erste Sternspitze war und dann auch noch in "verkehrter" Richtung, war ich echt erstaunt. Aber wie gesagt, die Anleitung war exakt genug. Und dann ging es ans Flechtmuster. Doch schon nach der ersten Musterreihe (vorher gibt es noch die Grundreihe, die aus Dreiecken besteht) war alles ziemlich klar, und die nächste Reihe ging schon ohne in die Anleitung zu gucken.

Also, sooo schwer ist es nicht, und wenn man sich wirklich genau an die Anleitung hält, kann man damit diese Technik auch lernen. Leider ist noch nicht genug zu sehen, dass schon ein Bild lohnen würde, das wird dann nach gereicht.

Von gertatter um 22:12h| 0 Kommentare |comment |Stricktechnik

 

Donnerstag, 17. August 2006
SSK
Das ist für mich neu: Ich verwende jetzt bei einigen Sachen die Maschenkombination SSK, wie sie in englischen Anleitungen heißt. Deutsche Anleitungen kennen die gar nicht - habe ich jedenfalls noch nie gesehen. Es handelt sich dabei um eine nach links gerichtete Abnahme, die ich bisher immer als überzogene Abnahme gestrickt habe. So jedenfalls lehren das die deutschen Strickbücher. Als ich die Alternative bei meinen ersten englischsprachigen Mustern sah, habe ich noch keinen Grund gesehen, sie zu verwenden und habe also bei linksgerichteten Abnahmen immer wie gewohnt gestrickt. Solange ich Socken oder Pullis stricke, ist das auch ganz in Ordnung, und auch bei Spitzenstrickerei ist mir bisher noch nicht wirklich ein Unterschied aufgefallen.

Dennoch gibt es einen. Irgendwo im Netz (leider nicht notiert) habe ich mal eine MaPro gesehen, wo die verschiedenen Arten der linksgerichteten Abnahme verglichen wurden. Das habe ich ganz schnell abgehakt, mir nur gemerkt, dass wohl SSK am unauffälligsten ist. Im Normalfall ist mir ganz lieb, dass die überzogene Abnahme relativ gut zu sehen ist. Sowohl bei Socken als auch bei Pullis kann ich die Abnahmen so besser zählen. Die rechtsgerichteten Abnahmen sehe ich oft nur mit Mühe.

Als ich jetzt mal wieder Frühchenmützen gestrickt habe, und ich diesmal die 2/2-gerippte Variante bevorzugt habe, fiel mir jedoch auf, wie auffällig die Abnahmen an dieser Stelle doch sind. Dann habe ich (endlich!) mal wieder meine Rosa Rositas zur Hand genommen, um dieses älteste UFO mal zu beseitigen. Als ich mir das Muster genauer angeschaut habe, fand ich, dass bei diesem Muster es schon drauf ankommt, auf welche Art man zusammenstrickt. Beide Arten kommen nämlich sehr sichtbar in diesem Muster vor. Hier das Muster:



Rechts verläuft die Rippe neben der Katzentreppe (das Lochmuster) im Zickzack (eine M der Rippe nach recht, die andere nach links versetzt), während sie links, wo zwei zusammengestrikt werden, ganz anders aussieht. Hmm, also ist wohl doch was dran. Jetzt habe ich mal bei einem Frühchenmützchen das Zusammenstricken mit SSK gemacht, und siehe da, man sieht es natürlich, aber es ist lange nicht so auffällig. Also, wenn eine Abnahme wirklich einmal unauffällig sein soll, dann ist SSK das Mittel der Wahl. Jedenfalls werde ich nicht mehr über diese Masche hinweglesen und sie einfach übersehen. Sondern genau überlegen, welche Abnahme ich in diesem Fall bevorzuge.

Beinahe vergessen: Wer die Masche nicht kennt - so wird sie gestrickt: 2 M nacheinander wie zum Rechtsstricken abheben, die linke Nadel nun von vorne in die Maschen schieben und beide M gemeinsam rechts abstricken. Hört sich komplizierter an, als es ist.

Von gertatter um 13:58h| 0 Kommentare |comment |Stricktechnik

 

Freitag, 3. Februar 2006
Eye-of-Partridge und Ferse - Nachlese
Ich habe jetzt mal im Netz rumgeguckt, und dort wird EOP immer ohne Krausrand gestrickt. Nicht ganz ohne Grund, wie ich denke. Es gibt noch den Heel Stitch, der wird auch ohne Krausrand gestrickt, und bei dem werden die Reihen mit den Hebemaschen einfach nicht versetzt.

Von gertatter um 14:04h| 0 Kommentare |comment |Stricktechnik

 

Donnerstag, 16. Juni 2005
Rettungsleine
In der neuen Spitzengruppe kam öfter das Wörtchen "lifeline" vor. Als Hilfe beim Spitzenstricken. Bei Leo kamen "Lebensader" und "Rettungsleine", und ich glaube, das letztere ist eine gute Übersetzung. Aber was hat das Ganze mit Stricken zu tun? Google hatte dann die Antwort parat:

Es ist eine Hilfe für Stricker, die (noch) nicht genug Erfahrung haben, um einen Fehler auch noch mehrere Reihen tiefer durch Fallenlassen und Hochhäkeln von Maschen zu korrigieren. Und die meist die Verkehrte Anzahl Umschläge auf der Nadel haben, wenn sie Lochmuster ribbeln mussten (so wie ich). Ja, ich kann einen fehlenden oder überflüssigen Umschlag in der Vorreihe korrigieren, manchmal auch noch mehr. Aber zu mehr reicht es eben nicht. Ich denke, es ist eine gute Hilfe, bis man besser mit Lochmustern vertraut ist und Fehlerkorrekturen anderer Art geübt hat. Das ist wie beim Schwimmen lernen - es hilft sehr, wenn man weiß, dass einen jemand aus dem Wasser zieht, falls man selbst sich nicht über Wasser halten kann.

Und so geht's: Man zieht, wenn man die Zwischenreihe gestrickt hat (wenn es denn solche gibt) in die Maschen auf der Nadel einen Faden parallel zur Stricknadel ein, dabei aufpassen, dass man keine Fäden ansticht. Eventuelle Maschenmarkierer umgeht man.

So sieht mein neuer Schal aus:



Schöne Farben, nicht wahr? (Auf dem oberen Bild sind sie besser getroffen als auf dem unteren.) Insgesamt 13 MS sind es jetzt, und Nr. 14 ist in Arbeit.

Nun etwas näher, damit man die Rettungsleine besser sieht:



Es ist gut, wenn die Rettungsleine aus dünnerem Garn als das Projekt selbst besteht. Außerdem sollte sie eine Kontrastfarbe haben. Besonders gut eignet sich ein glattes Baumwoll-Häkelgarn. Um die Leine einzuziehen benutzt man am besten eine stumpfe Sticknadel. Die Leine bleibt im Gestrick, bis man sie nicht mehr braucht. Beim Abstricken der Reihe, in der die Leine liegt, muss man ein bisschen aufpassen, dass man sie nicht mitstrickt, aber das ist auch alles an Unbequemlichkeit.

Wenn man nun einen Fehler bemerkt, zu dem man zurückribbeln muss, dann ist die Rettungsleine da, auf der dann ganz sauber die Maschen aufgereiht sind, keine geht verloren, und man muss sie nur wieder auf die Nadel heben. Dazu nimmt man am besten eine dünnere Stricknadel, und strickt dann mit der normalen Nadelstärke ab.

Wer besonders ängstlich ist, kann mehrere Rettungsleinen einbauen, z. b. für jeden Mustersatz, mutigeren Naturen reicht es, wenn sie alle 4 -5 Mustersätze eine einbauen. Rettungsleinen ganz unten im Strickstück kann man übrigens weiter oben wieder recyclen.

Eine weitere gute Verwendung ist, wenn man Socken für jemanden strickt, über dessen Schuhgröße man sich nicht ganz so sicher ist. Man zieht die Rettungsleine dann am Anfang der Sockenspitze ein oder vielleicht auch etwas vorher, und dann ist das Maschenaufsammeln nicht mehr so anstrengend - dauert bei mir immer am längsten.

Jede Rettungsleine kann einfach herausgezogen werden, sobald sie nicht mehr benötigt wird.

Hier gibt es ein Video zum Thema und hier eine englische Anleitung mit Fotos.

Übringens, ich stricke Branching out mittlerweile auch beim Fernsehen. Geht ganz gut, und mit der Rettungsleine brauche ich auch nicht mehr so oft zurückzustricken.
Liefelines in Knitting are quite a new concept for me. But a very useful one, especially since I'm not a very experienced lace knitter. Fearful knitters will get courage knowing they can just rib back to that line. And when venturing into new territories in knitting this might be really useful und enabling. I will not repeat all the stuff about lifelines in English, because there is good info on the net: this page has (among others you might find useful) a video on this topic, and here you find clear instructions with Photos.

By the way, I'm now also knitting on Branching out while watching TV. Yes, I do make more mistakes that way, and yes, the lifeline comes in very handy here, so I don't have to tink back that much. I like the colors of Branching Out II even more than the first one. All in all I have 13 repeats now, working on the 14th.

Von gertatter um 10:34h| 0 Kommentare |comment |Stricktechnik

 

Freitag, 18. März 2005
Sherman-Ferse fertig
So, die Ferse habe ich jetzt wieder, nachdem ich sie zwischendurch nochmal ribbeln musste. Wenn man einmal weiß, wie es geht, muss man nur noch zählen (ich sehe nicht immer, ob ich schon weit genug gestrickt habe). Und sich dabei nicht 'rausbringen lassen.

Außerdem habe ich die tiefgestochenen Maschen, die man für die Sherman-Ferse braucht, hier einmal mit Bilderkurs festgehalten. Wie gesagt, nicht die ganze Sherman-Ferse, sondern nur die "Encroachments" (oder "Übergriffe", wie das Wort auf Deutsch übersetzt heißt). Ich hoffe, dass eine gewisse Dame sich jetzt an die Sherman-Ferse drantraut. Und von ihren Erfolgen berichtet...

Nebenbei gesagt, kann man die Sherman-Ferse in der Anleitung "Stashbuster Spirals" durch jede andere "verkürzte" Ferse ersetzten. Wenn man sie denn beherrscht. Was ich nicht tue. Ich kann jetzt die Sherman-Ferse als einzige "verkürzte", die ich bisher ausprobiert habe.

Von gertatter um 17:21h| 0 Kommentare |comment |Stricktechnik

 

Sonntag, 20. Februar 2005
Neue Stricknadeln

In dem Buch "Domino Knitting" (auch am Freitag gekommen, das einzige Buch, das nicht entweder Socken zum Thema hat oder ein Musterbuch ist) werden sogenannte "Domino-Nadeln" beschrieben, nichts weiter als recht kurze Stabnadeln mit Köpfchen. Da ich noch Reste von Bambusnadelspielen habe (je 1 Nadel gebrochen), habe ich diese nun verwandelt:



Nämlich in eben jene Domino-Nadeln. An der Biegung sieht man, dass sie gebraucht sind. Ich habe ihnen einfach Köpfchen aus Fimo verpasst. Schnell, einfach, effektiv. Schulzen geht damit viel besser als mit Spielstricknadeln. Man bleibt nicht immer irgendwo mit einer Spitze hängen, was beim Reihenstricken viel eher passiert als beim Strumpfspiel, wo die Nadeln weniger Bewegungsfreiheit haben. Und es kann natürlich nicht passieren, dass einem Maschen auf der "falschen" Seite flöten gehen, was zumindest bei den 15 cm langen Nadeln leicht passiert, denn man hat ja zeitweilig doch mehr M auf einer Nadel als beim Sockenstricken.

Von gertatter um 18:13h| 0 Kommentare |comment |Stricktechnik

 

Donnerstag, 10. Februar 2005
Die Stash-Buster-Spirals und die Sherman-Ferse

scheint ja einige Stricker zu beschäftigen, nicht nur Martina sondern auch Beate hat sich damit befasst. Nicht so einfach. Und ja, Martina, ich denke, da muss etwas zum Thema auf deutsch veröffentlicht werden. Ich habe mal bei der Verfasserin der Sherman-Ferse angefragt, ob ich das übersetzen darf. Was man schon mal machen sollte, ist Links zum Thema sammeln. Martina hat ja schon damit angefangen. Was man nicht selbst erstellen kann (darf) sollte dann als Link angegeben sein.

Ich selbst finde auch diese Spiralen ziemlich anspruchsvoll. Man muss sich wirklich gut an die Anleitung halten, und so ganz kapiert habe ich es immer noch nicht. Es klappt zwar, aber warum es klappt... Naja, mein Wattekopf (seit gestern kam noch eine Laufnase dazu) ist ja auch nicht das geeignete Instrument, um solch philosophische Fragen zu lösen.

Ich bin jedenfalls froh, dass ich bei den Stash-Buster-Socken nur *zwei* Sachen ganz neu lernen muss, denn den gewicketen Anschlag, den man für die Spitze braucht, kenne ich schon von diesen Socken. Die hatten allerdings die vom Fuß her gestrickte Herzchenferse.

Ich möchte allen, die sich jetzt fragen, ob sie überhaupt dieses Sockenpaar angehen sollen, Mut machen. Etwas Neues zu probieren macht sehr viel Spaß, und ich finde sowohl das Muster als auch die Toe-up-Geschichte ist eine prima Ergänzung unseres Werkzeugkastens.

Danke übrigens für alle lieben Genesungswünsche! Ich wünsche allen, die rumschniefen/husten oder sonstwie geschädigt sind, ebenfalls gute Besserung. Wie gut, dass wir diese Viren nicht übers Internet verbreiten können, sonst läg schon die halbe Strickerschaft flach breitgrins

Von gertatter um 09:58h| 1 Kommentar |comment |Stricktechnik

 

Mittwoch, 9. Februar 2005
Sherman-Ferse

Heute hat es mich gepackt und ich habe diese ominöse Sherman-Ferse ausprobiert, die gerade beim 6-Sox-Kal im Muster erscheint. Wir dürfen zwar auch was anderes machen, aber das hat mich dann doch gereizt. Es handelt sich um eine Version der schrägen Ferse fast ohne Doppelmaschen, gezogene Umschläge oder sonstiges. Der Unterschied ist minimal, aber das Ergebnis überzeugt. Mich zumindest.

Der Unterschied besteht in den purl/knit encroachments, wie diese neue Masche auf englisch heißt. Martina hat darüber schon mal berichtet. Wer die Wikingermuster von Lavold kennt, kennt auch solche tiefer eingestochenen Maschen, um zuzunehmen. Hier werden solche Maschen benutzt, um die Löcher zu verhindern.Und ich habe nur ein einziges Loch, und zwar an einer Stelle, wo ich einen Fehler gemacht habe. Wie gut, dass ich das nicht an einem richtigen Socken ausprobiert habe. Die einzigen Doppelmaschen erscheinen am Übergang zwischen Ferse und Rundstricken, und auch da sind bei mir keine Löcher entstanden.

Ich bin sehr froh, dass ich das mal ausprobiert habe. Ich habe am Anfang meiner zweiten Strickkarriere gleich die schräge Ferse ausprobiert (leider sind die Tagebucheinträge von damals im myblog-GAU verschwunden), und war fürchterlich enttäuscht. Löcher über Löcher (und ich stricke schon fest), und meinem Mann gefiel die Passform noch weniger als die der bis dato von mir verwendeten Ferse, die ich mir mal selbst ausgedacht habe. Später habe ich mich dann mit der dreiteiligen und später mit der Herzchenferse beschäftigt, deren letztere mir mittlerweise am liebsten ist, und die auch meine Familie als am besten passend empfindet. Aber an eine verkürzte Ferse habe ich mich noch nicht wieder drangetraut.

Jedenfalls bin ich sehr zufrieden, und zusammen mit Zwickelzunahmen für die Passform könnte es durchaus sein, dass sich damit doch zufriedenstellende Socken zaubern lassen. Und gerade für Toe-Ups ist diese Form der Ferse gut geeignet.

Bei der Gelegenheit habe ich jetzt eine "ständige Sockenmusterprobe" angefangen, einfach ein Stück Rundgestricks mit einer gängigen Maschenzahl (64), an dem ich Muster, neue Wolle etc. ausprobieren kann. Und natürlichen neue Fersenvarianten breitgrins. Ich werde dieses Teil mit unifarbenen Resten weiterführen, die allerdings nicht zu dunkel sein sollten, damit Strukturmuster auch 'rauskommen.

Von gertatter um 12:47h| 1 Kommentar |comment |Stricktechnik

 

Freitag, 4. Februar 2005
Ausprobiert
habe ich jetzt, ob gut 4 m Garn noch zu einer Mini-Socke taugen. Tun sie nicht. Das gibt noch nicht mal einen Schaft, wenn man 5 M/Nadel anschlägt. Für Minisocken sollte man wirklich mal messen und aufschreiben, was man da so braucht. Und Meterzahlen sind bei so kleinen Sachen wirklich besser als Gramm, denn 1 g=4,20 m. Ich mach das so, dass ich mir z. B. 10 m Garn mit Armlängen messe (ich weiß genau, wo mein Meterpunkt ist), eine Schlaufe reinmache und dann stricke. Dann noch messen, was übrig ist. Ich habe leider keine so schöne Zählmaschine für Wollmeter. Wär ja mal was. Aber erst brauche ich einen Spulenständer und mehr Spulen für mein Spinnrad. Und vorher erstmal Geld dafür...

Und dann war da ja auch noch das italienische Abketten, das gar nicht so schwer ist. Aber auch das ergibt für die Frühchen-Schühchen bei mir keinen guten Abschluss. Der Rand sollte genauso dehnbar sein, wie der Bund selbst. Und das ist auch dann nicht der Fall, wenn ich ganz locker italienisch abkette, und auch nicht auf kleinere Nadeln für die Vorbereitungsreihen umsteige. Nicht, dass ich das Schühchen jetzt wieder aufribbele, das bleibt so. Für irgendwas wird es sich doch sicher brauchen lassen. Aber ich werde mich also weiter nach Alternativen umschauen müssen, oder *noch lockerer* abketten, oder was auch immer. Hier gibt es (ganz unten) noch eine Alternative, die ich ausprobieren werde. Übrigens auch sonst eine klasse Homepage mit viel, viel Info, wo allerdings einige Seiten mit Netscape zusammengeschoben werden (z. B. die Musterseiten), so dass nix mehr lesbar ist. Habe ich schon erwähnt, dass ich es nicht prickelnd finde, den Browser wechseln zu müssen, um eine Seite zu begucken?

Von gertatter um 15:06h| 0 Kommentare |comment |Stricktechnik

 

Donnerstag, 30. September 2004
Die lustigsten Socken
die ich bisher in meiner Strickkarriere gestrickt habe, sind die Toe-Ups im Schnuppermuster. Nein, das Schnuppermuster ist überhaupt nicht schuld (das Schnuppermuster liebe ich so heiß und innig, dass ich warhscheinlich öfters Socken damit stricken werde), sondern die Toe-Up-Geschichte.

Erstens sind die Socken von der Länge her eigentlich jedem zu groß, der hier wohnt (Gr. 45). Trotzdem passen sie meinem Mann (Gr. 43) wie angegossen. Des Rätsels Lösung: ich wollte diese Socken eigentlich für mich, also nur 60 M Anschlag. Die fehlende Weite wird wohl durch die zusätzliche Länge ausgeglichen.

Zweitens habe ich noch nie so unförmige (in diesem Falle langgezogene) Socken gestrickt. Und das kann nicht nur an den fehlenden 4 M. Umfang liegen. Vielleicht zieht das Muster zusätzlich noch ein bisschen zusammen?

Außerdem sind mehrere Stellen beim Stricken doch sehr gewöhnungsbedürftig. Das fängt mit der falschen Kitchener-Spitze an, die ziemlich pfriemelig zu arbeiten ist.

Weiter geht es bei der Ferse: Die Spannzunahme geht noch, aber man muss danach 2 mal Maschen zwischen den Nadeln hin- und herschieben. Wenn man die Fersenwand arbeitet, dann wünscht man sich ein paar mehr Nadeln im Spiel, und irgendwie sitzt immer eine an der falschen Stelle, d. h. piekst irgendwo, oder versucht es doch zumindest.

Dann gibt es bei der Ferse einen Wulst. Der ließe sich sicherlich vermeiden, indem man, wie sonst bei Fersenwänden üblich, auch die ersten drei und die letzten drei Maschen der Fersenwand kraus rechts stricken würde. Problem: die erste Masche muss abgehoben werden. Das ließe sich jedoch wohl lösen, wenn man das Abheben so macht, dass auf der rechten Seite der Faden vor der Nadel ist, auf der linken Seite dahinter. Wird sicherlich mal ausprobiert.

Insgesamt macht mir trotz der Schwierigkeiten (die übrigens beim zweiten Socken schon ziemlich reduziert waren) das Stricken dieser Socken sehr viel Spaß. Wie gesagt, das Muster ist einfach klasse - einfach genug, um es auch beim Fernsehen halbwegs fehlerfrei hinzukriegen, interessant genug, dass man gerne weiter strickt.

Ach ja, gestern habe ich es bis zur ersten Spann-Zunahme geschafft, heute bin ich schon um die Ecke. Es besteht eine gute Chance, dass ich die Socken fertig bekomme, ehe zur kommenden Mitternacht das neue Muster vom Mustersocken-Knitalong veröffentlicht wird (ich werde mit euch allen warten).

Damit würde ich auch kein zusätzliches Projekt auf die Nadeln bekommen - was im Moment nur erwünscht ist. Bei meiner Aufzählung gestern habe ich nämlich die Filztasche noch vergessen zu erwähnen, die zusätzlich zu allen anderen Projekten auch noch auf den Nadeln ruht.

Sollte ich heute abend noch etwas zusätzliche Zeit haben, dann werde ich mal meine rosa Rositas weiterstricken, die schon lange auf Aufmerksamkeit warten.

Von gertatter um 11:35h| 0 Kommentare |comment |Stricktechnik